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Pädagogische Initiative zur Konfliktbewältigung und Gewaltprävention

 

Wir wollen unsere Schülerinnen und Schüler befähigen, auf Gewalt als Mittel zur Lösung von Konflikten zu verzichten und Konflikte konstruktiv zu bewältigen. Die Entwicklung von Strategien zum Umgang mit Konflikten ist ein langwieriger Prozess, der die Anstrengungsbereitschaft aller Beteiligten voraussetzt.  

 

Wir arbeiten an unserer Schule mit und an folgenden Maßnahmen:

  • Eine schulinterne Lehrerfortbildung pro Jahr zum Thema „Gewaltprävention“: 2010/11 „Umgang mit Mobbing“; 2011/12 „Classroom-Management und Klassenrat“ sowie „Missbrauch und Misshandlung – Zusammenarbeit von Schule und Jugendamt“; 2012/13 und 2013/14 „No Blame Approach – Mobbingintervention ohne Schuldzuweisung“; 2014/15 „Selfie, Sexting, Cybermobbing“; 2015/16 „Krisenmanagement“; 2017/18 „No Blame Approach – Mobbingintervention ohne Schuldzuweisung“, „Neuen Bausteine für ZfU-Stunde und Klassenrat“ sowie „Konfrontative Methode bei der Mobbing-Intervention“ (Fortbildung einzelner Mitglieder von Kollegium und Schulleitung)
  • Förderung der sozialen Fähigkeiten und Fertigkeiten: Streitschlichterausbildung und Streitschlichtereinsatz
  • Entwicklung eines positiven Sozialklimas durch Tutoren;
  • Wahlfach "Ringen und Raufen" als pädagogische Methode in der Gewaltprävention;
  • Einhaltung klarer Regeln und das Setzen von Grenzen, sowohl durch individuelle Regeln in den Klassengemeinschaften, als auch übergreifend in der Schulgemeinschaft, z. B. durch die Hausordnung und die Anti-Mobbing-Konvention;
  • Bearbeitung unterrichtlicher Konflikte (Störung der Unterrichtsarbeit) durch die Einrichtung des Eva-Raumes (ein Modell zur Konfliktvermeidung im Unterricht, das auf der Maxime des gegenseitigen Respekts beruht);
  • Förderung von Zivilcourage in Zusammenarbeit mit der Tölzer Polizei (8. Klassen), um einer Mitläufer-Mentalität vorzubeugen. Dies gilt auch für Aktivitäten im Netz.
  • Kooperation mit örtlichen Einrichtungen (Unterstufe: Zammgrauft des Jugendamt, Polizei);
  • Einführung des "Medienführerschein Bayern" in den 6. Klassen im Schuljahr 2014/15
  • Präventions- und Informationsarbeit in Form von Workshops (Thema „Schädigende Cyber-Aktivitäten“, Theaterstück „Klick & Kill“ mit Begleitkurs für die 6. Klassen im Schuljahr 2013/14), Vorträgen („Internetauftritte und die möglichen Folgen für eine berufliche Bewerbung“, Vortrag der Tölzer Polizei in den 9. Klassen) und Projekten („InterNett“, Projekt des Amts für Jugend und Familie der Stadt Tölz in den 6. Klassen);
  • Thematisierung von Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht und Datenschutz im Rahmen des IT-Unterrichts schwerpunktmäßig in den Jahrgangsstufen 6 und 7 sowie bei den Projektpräsentationen der 9. Klassen;
  • Medienpädagogik/ Erziehung zum kritischen Umgang mit und zur sinnvollen Verwendung von (elektronischen) Medien, beispielsweise das Informieren von Schülern, Eltern und Lehrkräften darüber, welche strafrechtlichen Konsequenzen in diesem Zusammenhang die Verbreitung von Bildern/ Videos/ Beleidigungen hat:
  • Erweiterung der schulinternen Anti-Mobbing-Konvention (unter Mitarbeit von Schülern) um den Aspekt Cyper-Mobbing;
  • Praktizieren des Prinzips Klassenrat: eine paritätische Form des effektiven Sozialtrainings, das die Schüler in eine Problemlösung mit einbezieht; ein Modell zur Einübung einer gemeinsamen Rede- und Streitkultur; (eingeführt in allen Klassen seit dem Schuljahres 2011/12); geplant für 2014/15: Schwerpunktthema „Riskanter Umgang mit den neuen Medien“;
  • Mobbing-Beauftragter und Schulpsychologin als „Konfliktfeuerwehr“ im interventiven Handlungsspektrum;
  • Angebot und Organisation von Vorträgen und Schulungen für Eltern zu familienspezifischen Themen

          - Pädagogische Elternabende (Mobbing; Medien in der Familie: Riskante Cyberaktivitäten)

          - Veranstaltungen zur Suchtprävention

          - Konflikttraining mit Eltern

 

Das schulinterne Krisenteam besteht


  • aus einem engen Kreis (u.a. Schulleiterin, Stellvertreter, Schulpsychologin), der in akuten Krisen zusammentritt;
  • einem erweiterten Kreis (u.a. gesamte Schulleitung, Schulpsychologin, Sicherheitsbeauftragter, Verbindungslehrer, Vertretung des Personalrats und der Verwaltung), der sich im laufenden Schuljahr zu Fragen des Krisenmanagements berät.
  • Unsere Schulpsychologin Frau Claudia Just ist überregional tätig als Multiplikatorin des Projekts „Schule als Lebensraum – ohne Mobbing“ sowie als Mitarbeiterin im „Krisenteam bayerischer Schulpsychologinnen und Schulpsychologen“ (KIBBS).

 

Innerhalb des Krisenteams gibt es Ansprechpartner für spezielle Themen:

  • Ansprechpartner Cybermobbing:                       Herr Adam
  • Ansprechpartner Mobbing/ Gewalt:                   Herr Beier, Frau Just
  • Ansprechpartner EVA-Raum:                            Frau Fuchs, Frau Peraus
  • Ansprechpartner Trauer:                                  Frau Eva Vogl, Frau Just

 

Zu den grundlegenden Aufgaben des schulinternen Krisenteam gehört die Bewältigung akuter Krisen (z. B. bei Amokandrohung) sowie die Unterstützung von Schulleitung und Kollegium in Fragen des Krisenmanagements (Vorgehen bei Mobbing und schwerer Gewalt, Bewältigung von Tod und Trauer in der Schule).

Je nach Eskalationsstufe kann der Opferschutz das oberstes Gebot sein. Intervention allein löst in der Regel kaum Konflikte.

Deshalb muss es immer auch darum gehen, die tiefer liegenden Motive zu erhellen und Konflikte mit pädagogischen Initiativen zu bewältigen. Die Schulleitung unserer Schule sieht die intensive Beratung von Schülern und Eltern als einen ihrer primären Aufgabenbereiche an.

© Staatliche Realschule Bad Tölz 2019

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